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Repowering von Windkraftanlagen

Am Di 6.8.25 machten wir uns auf nach Bischhausen, um bei einer Begehung einer Enercon  E 101 Anlage mit 3 MW-Nennleistung uns von der Dimension  einer solchen Anlage zu überzeugen. Erstaunt waren wir, dass wir keine Geräusche vom Windrad selbst wahrnehmen konnten, sondern nur die Geräusche des Windes. Hingegen waren die Geräusche aus dem Maschinenraum, nur bei offener Tür des Turmes, deutlich durch den Wind zu hören

Interessant waren die Ausführungen des Vertreters der Bürgerwindgesellschaft Diemarden bezüglich des nicht sichtbaren Teils der Anlage, dem ringförmigen Beton-Fundament unter der Erdoberfläche, welches etliche Meter um den Turmfuß herum verläuft. Dabei noch interessanter die Tatsache, dass zur Genehmigung der Anlage eine Bankbürgschaft hinterlegt werden muss, deren Höhe so bemessen ist, dass die Kosten der vollständigen Entfernung des Fundamentes und der gesamten Anlage gedeckt sind.

Auf die Frage nach dem CO2 Fußabdruck war die Information, dass das Verhältnis von CO2 Ausstoß pro Leistung gemittelt über die Gesamtlaufzeit die niedrigste aller Stromerzeugungsformen ist.

Reparaturbedarf kann auftreten, ist aber sehr selten der Fall.

Erstaunt warenwir von dem Maschinenraum im Innern des Turmes, der unter anderem den Wechselrichter und den Transformator beherbergt und die zur Kühlung notwendige Ventilatoreinheit, die über dicke Rohre die Luft innerhalb des Turmes umwälzt, um möglichst wenig Staub in die Anlage zu ziehen.

Natürlich kamen auch die immer wieder vorgebrachten Argumente des Vogelschlages zur Sprache. Natürlich kann dies vorkommen, jedoch sind die Opferzahlen im Vergleich zum Straßenverkehr bzw Verkehr allgemein gering. Auch die Zahlen durch zB vergiftete Beutetiere oder andere in der Landwirtschaft eingesetzte Chemikalien sind deutlich höher. Neue Studien mit gesenderten Vögeln haben ergeben, dass aus dem umgebenden Revier, wohl durch Gewöhnung, so gut wie keine Opfer entstehen. Auch ist ein nachvollziehbares Ergebnis, dass die mit steigendem Durchmesser sinkende Rotationsfrequenz weniger Gefahr zu bedeuten scheint.

Auch der immer wieder angeführte Schlagschatten wurde diskutiert. Einerseits kann dieser für einen zu berücksichtigenden Bereich nur zweimal im Jahr auftreten, und dann auch nur für eine kurze Dauer, je nach Sonnenstand. Ein mögliches Auftreten wird fotometrisch überwacht und in kritischen Fällen wird die Anlage dann für diese Zeit angehalten.

Auch die von manchen Menschen als störend empfundene nächtliche Beleuchtung wird bei neuen Anlagen nur noch in Betrieb genommen, wenn sich Flugzeuge in einem bestimmten Radius aufhalten.

Da diese Anlage nicht als Besucheranlage ausgebaut und zugelassen ist, konnte nur der Fahrstuhl besichtigt werden, mit welchem die Monteure in die Höhen des Bauwerkes zur Gondel auffahren.

Den Weg, den sie zurücklegen kann man aus dieser Perspektive nur erahnen.

Eine Bildergalerie von der Errichtung der Anlage vervollständigte die Besichtigung.

Bildergalerie der Entstehung

 



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