
Mitte August ist eine Jugendliche auf dem Bahnhof von Friedland ums Leben gekommen. Ein ausreisepflichtiger Asylbewerber steht nun unter dringendem Tatverdacht, sie gegen einen durchfahrenden Güterzug gestoßen zu haben. Dazu sagen Pippa Schneider, regional zuständige Abgeordnete, und Michael Lühmann, innenpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion Niedersachsen:
Der schreckliche Tod des jungen Mädchens in Friedland erschüttert uns zutiefst. Meine Gedanken sind bei der Familie, den Angehörigen und den Freund*innen des Opfers. Sie haben ein Recht auf Aufklärung und Raum für ihre Trauer. Umso beschämender ist es, dass Rechtsextreme diesen Tod instrumentalisieren, um Hass und Hetze zu schüren. Mit aller Schärfe verurteilen wir ihren Versuch, aus einem grausamen Verbrechen politisches Kapital zu schlagen.
Wir danken den ermittelnden Behörden, die mit der gebotenen Ruhe, Präzision und Sensibilität arbeiten. Es ist von größter Bedeutung, dass alle Umstände der Tat und Hintergründe zum mutmaßlichen Täter weiterhin umfassend aufgeklärt werden, wie bei jedem Tötungsdelikt. Erst dann können seriöse Schlüsse gezogen werden. Vorschnelle Schuldzuweisungen und pauschale Verweise auf Institutionen oder Regelungen halten wir zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Was jetzt zählt, ist Solidarität mit den Angehörigen, ein besonnener Umgang mit den Fakten und der klare Widerstand gegen jene, die Hass und Hetze verbreiten.
Liebe Ortsverbandsmitglieder, Freund*innen des OV und Interessierte,
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